Silbermöwe (Larus argentatus PONT.)

Silbermöwe (Larus argentatus PONT.)


engl.: Herring Gull

Bild Bild Silbermöwe (Larus argentatus PONT.)

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Die Silbermöwe hat in den letzten Jahren von den Umweltveränderungen, die durch menschliche Tätigkeiten entstanden sind, eindeutig profitiert. Als ehemaliger Küstenvogel kann sie nun bis zum Alpenvorland beobachtet werden. Vor allem die Eutrophierung der Gewässer und die großflächigen Müllkippen haben der Großmöwe neue Nahrungsgrundlagen eröffnet.

Systematische Einordnung


Ordnung: Wat- und Möwenvögel (Charadriiformes)
Familie: Möwen (Laridae)

Vorkommen


Außer in Europa in vielen Teilen Asiens (z. B. Innerasien) und in Nordamerika. Brütet fast an der gesamten Nord- und Ostseeküste.

Merkmale


Größe: 56 cm, bussardgroß, kleiner und schlanker als die Mantelmöwe

Gefieder (Brutkleid): weißes Gefieder mit hellblaugrauem Mantel; weiße Spitzen auf den dunklen Handschwingen; kräftiger gelber Schnabel mit rotem Spitzenfleck

Stimme: vielfältig, meistens kjau-kjau Rufe

Alter: älteste Ringvögel über 32 und 33 Jahre

Nahrung


Freßplätze: auf Müllhalden, in Fischereihäfen, Schlachthöfen und im Watt

Sehr vielseitig und variabel in der Nahrungsaufnahme: Mollusken, stachelhäuter, Fische, Abfälle, Crustaceen, Eier und Jungvögel von fremden Arten und der eigenen Art, jagt auch anderen arten die Beute ab

Täglicher Nahrungsbedarf: bis 500 g

Brutbiologie


Neststandort: Bodenbrüter, oft in umfangreichen Kolonien auch auf Inseln und Schären, Nest aus trockenem Pflanzenmaterial in Dünen, zwischen Felsen, Blockhalden, in Steinwänden und neuerdings auch auf Gebäuden; häufig brutort- und partnertreu

Gelege und Eier: 2 - 3 variabel gefleckte Eier; 1 Jahresbrut (2 Nachgelege möglich); Gelegebeginn Anfang April bis Anfang Mai; 26 bis 32 Tage Brutdauer; Männchen und Weibchen brüten zusammen und kümmern sich um die Jungen; Küken nach 35 bis 49 Tagen flügge; Geschlechtsreife zwischen 3 bis 8 Jahren